Herzlich Willkommen bei Ozone, Tine

Christine Bönninger joins Team Ozone

Das deutsche Ozone Team wächst weiter.. Ein ganz herzliches "Welcome" an Christine Bönniger!

Die amtierende Slalom Weltmeisterin, die in den vergangenen Jahren für Flysurfer unterwegs war, hat von den Ozone Edges überzeugen lassen und sich entschieden die kommende Saison mit Ozone zu bestreiten. Im folgenden Interview habt ihr die Gelegenheit, Tine besser kennenzulernen. Wir freuen uns auf die kommende Saison mit Dir, Tine!

 

Wer bist Du, wo aufgewachsen, wie zum Wassersport gekommen?

Ich bin Christine Bönniger, bin 26 Jahre alt, Biologiestudentin und ein waschechtes Nordlicht. Ich bin in Kiel aufgewachsen und durch meine Eltern früh mit Wassersport in Kontakt gekommen. Wir sind in den Familienurlauben früher alle zusammen auf einem Segelboot quer durch die Ostsee geschippert. Ich war schon immer eine Wasserratte.

 

Wie bist Du zum Kiten gekommen und wie zum Racekiten?

Zum Kitesport bin ich durch meinen Freund Jonas Kaufmann, den viele Kiter wahrscheinlich durch Windfinder kennen, gekommen. Er hat mir vor fünf Jahren das Kiten beigebracht und dann hat mich der Kitevirus dauerhaft infiziert. Da ich sehr exzessiv kiten gegangen bin, habe ich mich schnell verbessert und ein gutes Niveau bekommen. Sponsoren wurden auf mich aufmerksam und mehrere andere Personen aus meinem Umfeld rieten mir einfach mal bei der Deutschen Meisterschaftsserie, der Kitesurf-Trophy an den Start zu gehen. Da hin und wieder eben an jenen Wochenenden nicht genug Wind für Freestyle ist und ich keine Lust auf herumsitzen hatte, habe ich einfach mal das Racen ausprobiert. Ich hatte direkt richtig Spaß an der Sache und so ist dann eins zum anderen gekommen.

 

Christine Bönninger Team Ozone

Welche Rolle spielt Slalom für Dich und wo siehst Du das Potential gegenüber Race?

Slalom ist eine vergleichsweise junge Disziplin des Kitesports und birgt dadurch noch einiges an Entwicklungspotential. In anderen Disziplinen empfinde ich die Wettkämpfe hinsichtlich Regelwerk häufig schon recht festgefahren. Slalom ist eine Art von Race bei der es sehr schnell zu geht und die in meinen Augen zuschauerfreundlicher ist als Course Racing. Sie kann dichter am Strand bei den Zuschauern durchgeführt werden und die Materialauswahl ist bei weitem Größen als beim Course Racing. Das heißt es können auch Kiter mit ihrem normalen Freestyle-Equipement mitmachen und haben eine Chance vorne mitzufahren. Es findet außerdem alles auf sehr engem Raum statt, ist also viel übersichtlicher für Zuschauer als die meilenweiten Kurse beim Racen.

 

Christine Bönninger Freestyle catalyst 2014

 

Wie siehst Du generell die Entwicklung des Kiteracing in Deutschland, was sind Engpässe?
Kiteracing ist in Deutschland leider lange nicht so weit verbreitet wie in den meisten anderen Ländern. Das finde ich sehr schade und komisch zu gleich. Racen gehen macht richtig Spaß und man muss es ja nicht immer bitterernst betreiben. Ich vermute viele denken, dass Racen immer nur anstrengend ist und mit hartem Training zu tun hat. Nö... ist es nicht. Man kann mit einem Racekite und -board sehr viel Spaß haben. Ich verwende meine Racekites z. B. auch mal gerne für eine schöne Oldschool-Session, einfach mal richtig hoch raus und lange getragen werden. Und mit dem Raceboard kann man richtig tolle Touren entlang der Küste machen. Bei Wettkämpfen geht aus auch eher lustig zu. Es macht wirklich wahnsinnig Spaß einfach mal mit vielen Kitern zusammen um einen Kurs zu heizen. Das ist schon ein Erlebnis. Ich beobachte allerdings, dass die Raceszene auch in Deutschland stetig wächst und freu mich über jeden Neuzugang

 

Christine Bönniger - stoked on Team Ozone, her Edges and Catalysts

Sollte es Twintip Races geben? Siehst Du da Potential?

Absolut! Ich hab auch Racen mit einem großen Twintip angefangen. Ich finde es cool, wenn wieder bei Wettkämpfen Twintip Races angeboten werden. Dadurch wird Racing wieder der breiten Masse zugänglicher und die Einstiegshürde ist viel kleiner. Also einfach vorbeikommen und Spaß haben. Bei Fragen: Racer beißen nicht und beantworten gerne Fragen.

 

Wie beurteilst Du den Trend zu Foilkiteboards und wie schätzt Du die Entwicklung dieser Sparte in der kommenden Saison ein?

Foilkiteboards sind sehr cool. Ich hatte bisher noch keine Gelegenheit es auszuprobieren aber das steht noch auf meiner Liste ganz weit oben. Das Gefühl übers Wasser zu schweben muss genial sein. In der Saison 2014 gibt es bereits mehrere Events in denen Foilracing eingebunden ist. Verschiedene Hersteller haben bereits ein kundenfreundliches Foil entwickelt und produziert. So bleibt diese Sparte nicht mehr in Spezialistenhand, die sich die Foils selbst gebaut haben.

 

Christine Bönniger Ozone Edge

Was sind Deine Reisen in 2013 gewesen, wie hat sich Deine Kitekarriere dargestellt in den letzten 2 Jahren? Welche Competitions, welche Ergebnisse? Welche Titel?

In den letzten zwei Jahren war ich verstärkt auf internationalen Wettkämpfen unterwegs und bin viel durch die Welt gereist. U. a. war ich in USA, China, Italien, Frankreich, Spanien, Portugal... Die restlichen Teile der Erde kommen dann demnächst dran. ;) Ich habe mich dabei eher auf Race spezialisiert, da für beide Disziplinen einfach nicht genug Zeit bleibt. Meine größten Erfolge sind der PKRA Weltmeistertitel im Slalom 2013, der 3. Platz bei der EM im Course Racing 2013, der Toursieg der Kitesurf Tour Europe im Course Racing 2012, der Deutsche Meistertitel im Course Racing dreimal in Folge und der Vize-Deutsche Meisterschaft im Freestyle 2012.

 

Was sind Deine Pläne für 2014? Beruflich? Kiterisch? An welchen Contests wirst Du teilnehmen? Hast Du Ziele für die Wettkämpfe? Race Clinics geben mit Ozone? ;)

Ich habe im vergangenen Jahr mein Studium der Biologie abgeschlossen und habe im Januar nun mit meiner Doktorarbeit ebenfalls in Kiel begonnen. Ich bin dadurch leider nicht mehr so flexibel in meiner Saison- und Trainingsplanung wie zuvor als Studentin, aber ich will unbedingt beides machen. Ich werde bei allen Wettkämpfen in Deutschland (Kitesurf-Trophy, KTE-Tourstopp auf Sylt und PKRA St. Peter-Ording) teilnehmen. Zu meinen Zielen: Ich liebe gewinnen! :D Allerdings verlagert sich mein Elan von Wettkämpfen eher dazu hin anderen den Spaß am Kiten bzw. dem Racen zu vermitteln.

 

 

 

Was gefällt Dir an Ozone als Brand und dem EDGE?

Ozone steht für sehr gute Qualität und geniale Kites. Völlig egal was man mit einem Kite anstellen möchte, Ozone hat das richtige Produkt dafür im Portfolio. Gerade da ich jemand bin, der sehr vielseitig auf dem Wasser unterwegs ist, war die Entscheidung für mich in dem Ozone-Team sein zu wollen, sehr klar. Der EDGE ist ein richtig toller Schirm. Eignet sich natürlich super zum Racen, aber ist auch ein Hochleister mit Twintip. Und für alle anderen Kite-Spielarten ist der Catalyst ein super Allrounder.

 

Danke, Tine, dass Du Dir die Zeit genommen hast, die Fragen zu beantworten und den Ozone Fans so die Möglichkeit gibst, Dich besser kennenzulernen - und Danke an Jonas Kaufmann für die Bilder. Viel Spaß Euch auch mit Christines neuem "Welcome to the Team" Video:

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